
Kürzlich stellte Jakob Scharf im voll besetzten Saal des Pfarrheims in Steinberg am See sein neues Buch „200 Jahre Schulgeschichte(n) – Vom Schulbenefizium zur Grundschule (1825–2025)“ vor. Rund 100 Gäste waren gekommen, um die Präsentation des umfangreichen Werkes über die Geschichte des Schulwesens in der Gemeinde mitzuerleben.
Mehr als zehn Jahre lang hatte Scharf Material gesammelt, recherchiert und historische Dokumente ausgewertet. Entstanden ist ein umfassendes Werk, das nicht nur die Entwicklung der Schule in Steinberg am See nachzeichnet, sondern zugleich ein Stück Orts- und Heimatgeschichte bewahrt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden zahlreiche Lehrer- und Klassenfotos aus verschiedenen Jahrzehnten.

Das Buch beleuchtet auch die Anfänge des Schulwesens in Steinberg am See. Mit der Einrichtung des Schulbenefiziums im Jahr 1825 konnten die Kinder erstmals direkt im Ort unterrichtet werden. Gleichzeitig wird die enge Verbindung zwischen Schule und Kirche deutlich, die das Bildungswesen über viele Jahrzehnte prägte. Neben historischen Fakten enthält das Werk zahlreiche Schulanekdoten, Erinnerungen ehemaliger Schüler sowie Einblicke in das Vereinsleben der Gemeinde. Ein eigenes Kapitel widmet der Autor dem Lehrer „Päppe“ Glötzl, der Generationen von Schülern prägte und vielen Steinbergern bis heute in Erinnerung geblieben ist. Bei der Buchvorstellung wurde auch der Wandel im Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern thematisiert. Scharf zog dabei Vergleiche zwischen früheren Unterrichtsmethoden und dem heutigen Schulalltag. Während früher strenge Disziplin und großer Respekt vor den Lehrkräften im Vordergrund standen, sei der Umgang heute deutlich lockerer.

Das Werk fand beim Publikum großen Anklang.
Monika Feicht geb. Seidl beispielsweise entdeckte sich selbst auf einem der alten Klassenfotos wieder und zeigte sich begeistert: „Es ist ein tolles Buch. Da kommen viele Erinnerungen hoch.“ Einen Schwerpunkt bilden zahlreiche Lehrer- und Klassenfotos aus verschiedenen Jahrzehnten.
Das Buch „200 Jahre Schulgeschichte(n)“ ist ab sofort im Braunkohle- und Heimatmuseum in Steinberg am See für zehn Euro erhältlich. Der Erlös kommt vollständig dem Museum zugute.
Foto: Archiv Jakob Scharf
Bild: Xenia Wilk
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